Ich habe mit meiner Mutter über den Rat des Psychologen gesprochen und sie hat sich dagegen ausgesprochen, stundenlang in einem Supermarkt durch die Gänge zu laufen. Sie meinte, dass wir diese Übung auch ein bisschen sinnvoller nutzen könnten und sie hat mir außerdem ein Angebot gemacht. Sie hat vorgeschlagen, dass wir zum Lacoste Outlet fahren und dass ich mir dann im Lacoste Outlet für jede halbe Stunde, die ich dort aushalte ein Teil aussuchen kann. Das ist natürlich ein tolles Angebot. Ich kann mir vorstellen, dass es im Lacoste Outlet einiges gibt, was mir gefällt. Wir wollen übermorgen dann zum Lacoste Outlet fahren und ich habe meiner Mutter versprochen, keinen Rückzieher zu machen. Ich freue mich sogar schon ein bisschen auf den Lacoste Outlet. Vor meiner Zeit mit den Panikattacken habe ich solche Dinge total gerne gemacht. Einkaufen war tatsächlich mal ein Hobby von mir. Vielleicht ist die Sache mit dem Lacoste Outlet ein neuer Anfang für mich. Jedenfalls merke ich, dass es besser wird mit meinen Panikattacken, die schlimmste Phase ist sicherlich überwunden. Ich kann schon wieder viel mehr Dinge machen als noch vor einigen Wochen. Das habe ich auch zum Teil meiner Mutter zu verdanken.
Wir fahren zum Lacoste Outlet!
30. September 2011Ich muss viel üben!
24. September 2011Ich war heute wieder bei meinem Psychologen. Er hat mich dafür gelobt, dass ich wieder alleine auf den Markt gehen kann. Das liegt daran, dass ich dort an der frischen Luft bin. Das ist dann kein Problem für mich, bzw. nicht mehr. Aber ich schaffe es bisher noch immer nicht, ein großes Kaufhaus zu besuchen. Mein Psychologe hat mir vorgeschlagen, meine Mutter um Hilfe zu bitten und mit ihr zusammen einkaufen zu gehen. Meine Mutter weiß ja von meinen Problemen und kann mich dann unterstützen. Ich werde meine Mutter auf jeden Fall fragen, sie hilft mir ja auch gerne.
Mittlerweile kann ich wenigstens wieder auf den Markt gehen
19. September 2011Es gab Zeiten, da habe ich kaum noch Dinge alleine unternommen. Meine Mutter hat mir sehr geholfen in dieser Zeit. Natürlich konnte sie nicht wirklich nachvollziehen, was mit mir los war. Es kann sich überhaupt niemand da hineinversetzen. Ich kann diese Panikattacken auch ganz schwer erklären. Man hat den absoluten Drang, die Situation zu verlassen. Man muss dann sofort flüchten und hat das Gefühl, das nicht aushalten zu können. Man weiß, dass einem nichts passieren kann, schafft es aber nicht, das auszuhalten. Ganz schlimm war und ist das Einkaufen. Meine Mutter kauft immer für mich ein und bringt mir dann die Sachen. Das ist mir natürlich auch sehr unangenehm. Ich erzähle natürlich nicht allen Leuten von meiner psychischen Krankheit, bin mir aber auch darüber im Klaren, dass viele Dinge für andere Leute komisch wirken. Viele denken vielleicht, ich wäre einfach nur zu faul zum Einkaufen.
Die Therapie hilft mir schon!
15. September 2011Ich bin mittlerweile seit vier Monaten in der Therapie und das hilft mir schon sehr weiter. Grund dafür, dass ich einen Psychologen aufgesucht habe, waren die Panikattacken, die ich irgendwann regelmäßig bekommen habe. Das war total verrückt. Immer, wenn ich unter vielen Menschen war, habe ich Herzrasen bekommen und mir wurde richtig schwindelig. Das ging so weit, dass ich glaubte, verrückt zu werden. Manchmal hatte ich sogar Angst, dass ich den Weg nach Hause nicht mehr finde. Ich musste mich dann schon abholen lassen und habe zweimal schon den Arzt gerufen. Ich bin ständig in irgendwelche Apotheken gerannt, um mir was für den Kreislauf zu holen. Manchmal ist es dann auch passiert, dass die dort meinen Blutdruck gemessen haben, der völlig normal war. Es ist wirklich verrückt, man weiß, dass alles in Ordnung ist, aber man kann das Wissen nicht nutzen.
